Forza Horizon 3 - Test / Review
Grafik 94%
Steuerung95%
Sound96%
Gameplay92%
Spielspass96%
Mehrspieler0%
Pro
  • Enormer Langzeitspass
  • Wunderbare Steuerung
  • Herrliche Grafik
Con
  • Kontrollpunkt System etwas ungeschickt
  • Teil der Schaurennen aus Vorgängern bekannt
95%Gesamtwertung
Leserwertung: (0 Votes)
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Colorado. Südeuropa. Australien. Mit Forza Horizon geht es vielleicht nicht an die exostischsten Orte auf dem Globus, aber an einige der schönsten Orte. Nach einem ganzen Staat in Nordamerika, mehreren Städten in Südfrankreich und Italien, verschlägt es einen im dirtten Teil nach Down Under. Forza Horizon 3 verspricht mehr: eine grössere und abwechslungsreichere Spielwelt, mehr und neue Events, mehr Musik, mehr Autos, mehr Drivatare. Mehr. Mehr. Mehr. Das ist nicht zwangsläufig ein gutes Zeichen, doch in diesem Fall ist es eines. Auf der Xbox One haben wir herausgefunden, warum Forza Horizon 3 ein Highlight ist, welches man nicht verpassen sollte, wenn man etwas mit Rennspielen anfangen kann!
Wichtiger Hinweis zu unserer Testversion:

Für unseren Test wurde uns von Microsoft eine digitale Version von Forza Horizon 3 in der Ultimate Edition zur Verfügung gestellt. Neben dem Spiel selber enthält diese Edition mehrere Auto-Packs und eine VIP-Mitgliedschaft. Die Packs enthalten einige Highend-Fahrzeuge die einem ohne die Ausgabe von Ingame-Credits zur Verfügung stehen. Mit der VIP-Mitgliedschaft werden sämtliche Credits die man bei Gewinnlosen (erhält man jeweils bei einem Level-Up) gewinnt, verdoppelt. Ausser der Möglichkeit schneller an einen grösseren Fuhrpark zu kommen, bietet die Ultimate Edition keine weiteren Vorteile.

Nach dem simulationslastigen Forza Motorsports 6 (und Apex) von Turn 10, ist es endlich wieder Zeit für den Arcade-Racer der Serie von Playground Games: Forza Horizon 3!

Schon seit dem ersten Teil ist Horizon das Gegenstück zur Simulation die in der Hauptserie geboten wird. Wie schon im Vorgänger können Autos auch dieses Mal wieder getunet werden und eine breite Auswahl an Einstellungen für Steuerung und Schwierigkeit werden Rennspielveteranen sicher viel Freude machen. Dennoch ist von Beginn weg klar, dass sich Playground mehr als zuvor auf den Arcade-Aspekt konzentriert hat.

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Die Steuerung ist ein Traum. Sie ist sehr zugänglich und bietet ein fantastisches Spielgefühl. Die meisten Autos und Untergründe fühlen sich sehr unterschiedlich an. Es gibt jedoch keinen Moment in dem man das Gefühl bekommen könnte, man hätte nicht die volle Kontrolle über sein Gefährt. Fehler können passieren und führen auch zu Unfällen oder Zeitverlusten. Das liegt jedoch dann wohl eher daran, dass ein Nascar-Wagen nichts im Outback zu suchen hat, als an der Steuerung selber. Selbst in diesem Extremfall kann man dennoch eine gewisse Kontrolle über sein Fahrzeug behalten.

Die verfügbaren Events wurden gleichzeitig auch noch mehr auf Arcade getrimmt. Wie zu erwarten gibt es hauptsächlich zwei verschiedene Rennarten: Rundrennen und Sprints. Diese können in Einzelrennen oder Meisterschaften bestritten werden. Etwas nervig ist die Darstellung von Kontrollpunkten in Rennen. Diese werden auf der Strecke selber in der Form von Luftsäulen dargestellt. Fährt man in diese hinein, werden sie aus dem Weg gedrückt und richten sich danach von selber wieder auf. Das hilft zwar Kurven noch enger nehmen zu können, kann aber auch dafür sorgen, dass man einen Kontrollpunkt einfach nicht mehr sehen kann. Fährt ein Gegner vor einem die Säule um, dann verschwindet diese für einen kurzen Moment und es besteht die Möglichkeit das man am Kontrollpunkt vorbei brettert und sich zurück setzten lassen muss.

Neben den eigentlichen Rennen bietet Forza Horizon 3 noch eine Vielzahl an weiteren Aktivitäten. In der Löffelliste müssen mit bestimmten Autos bestimmte Ziele erfüllt werden. Mit knappem Zeitlimit muss ein Zielort erreicht werden, innerhalb vo wenigen Minuten müssen eine bestimmte Anzahl von guten Drifts gezeigt werden oder man muss bei einem Blitzer eine gewisse Höchstgeschwindigkeit erreichen. Blitzer, Blitzerzonen und Driftzonen sind natürlich auch wieder mit von der Partie. Zusätzlich gibt es Gefahrenschilder bei denen beeindruckende Sprünge gezeigt werden müssen. 150 EP- und Rabattschilder sind in der offenen Spielwelt verteilt und warten nur darauf zerstört zu werden. Ähnlich verhält es sich mit den wiederkehrenden Scheunenfunden. Findet man in der Spielwelt eine Scheune, so erhält man den klassischen Wagen der darin abgestellt wurde.

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Zusätzlich gibt es noch eine ganze Reihe an Mehrspielermodi, welche wir in unserem Testumfeld aber leider noch nicht vollumfänglich testen konnten. Erstmals kann aber mit bis zu drei weiteren Spielern die ganze Horizon Kampagne gespielt werden, was auch sehr gut funktioniert. Sämtliche oben aufgeführten Aktivitäten, können dadurch mit Freunden gespielt werden, was auch problemlos und nahtlos funktioniert. Die kompetitiven Modi konnten wir, wie erwähnt, noch nicht genug ausprobieren. Der Test wird sobald das Spiel im Handel erhältlich ist noch entsprechend erweitert.

Diese umfangreichen Aktivitäten und Modi sorgen dafür, dass es einem nicht so schnell langweilig werden wird. Ständig gibt es etwas neues zu entdecken und auszuprobieren. Es macht unglaublich viel Spass einfach durch die grosse, offene Spielwelt zu brettern und nach neuen Events Ausschau zu halten. Jede dieser Aktivitäten macht auch wirklich Spass. Nichts wirkt aufgesetzt und es hat alles seinen Platz. Zu keinem Zeitpunkt in unserer Spielzeit hatten wir das Gefühl, dass es Füller Inhalte gibt.

Dafür sorgt auch die umfangreichen Level-System, von denen es gleich drei Stück gibt. Um in der Geschichte (die man getrost ignorieren kann) geht es darum Fans zu sammeln. Diese erhält man für den Abschluss von eigentlichen allen Events die man auf der Karte finden kann. Je mehr Fans man sammelt, desto mehr Events und schlussendlich Schaurennen schaltet man frei. Die Spielwelt ist in vier Zonen aufgeteilt die sich geographisch auch sehr voneinander unterscheiden. Der Strand, die Stadt, der Regenwald und das Outback. Sind genug Fans gesammelt, kann man einen dieser vier Standorte verbessern und dadurch in diesem Gebiet weitere Events freischalten.

Für den Abschluss von Events, schöne und gefährliche Combos oder das Zerstören von EP-Schildern, steigert man sein Spielerlevel. Für jedes Level das man erreicht, erhält man ein Los für welches man wiederum Credits oder ein Auto erhält.

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Zudem gibt es die Möglichkeit Fähigkeitspunkte zu sammeln. Diese erhält man, wenn man in Rennen oder der offenen Welt Fähigkeitsketten abliefert. Dazu springt man über Sanddünen, zerstört die Umgebung oder fährt so schnell wie möglich. Jede Aktion bringt Punkte für die Fähigkeitskette und erhöht deren Multiplikator. Dadurch gibt es eigentlich keine langweiligen Momente im Spiel. Ob man jetzt einfach durch Australien brettert oder in einem Rennen unterwegs ist, es gibt immer eine gewisse Motivation die Kette oben zu halten und noch mehr Punkte zu machen. Sobald man genügend Fähigkeiten auf seinem Konto hat, erhält man dafür Fähigkeitspunkte. Diese investiert man in permanente Verbesserungen für sich selber. Man erhält mehr Credits oder Erfahrung für den Abschluss von Events, der Multiplikator der Fähigkeitenkette kann erhöht werden und seltene Autos können dadurch freigeschaltet werden.

Forza Horizon 3 gibt einem ständig etwas zu tun, ohne einen zu überfordern. Das nächste Ziel ist immer klar zu erkennen. Wie man dieses erreichen will oder ob man selber noch etwas erledigen will, das bleibt immer offen. Die Balance ist exzellent und sorgt für dauerhaften Spielspass!

Technisch ist es auf der Xbox One eine echte Augenweide. In seltenen Momenten kommt es zu vereinzelten Rucklern, ansonsten läuft es immerzu völlig flüssig. Es sieht atemberaubend aus und bietet viel Abwechslung. Die Autos selbst sind äusserst detailliert und haben einen satten Sound. Jedes Auto verfügt über eine komplette Cockpit-Perspektive, welche ebenfalls nur so vor Details strotzen. Die Ladezeiten vor und nach Rennen ist extrem kurz und wirkt sich nicht auf den Spielspass aus.

Sehr cool ist die Möglichkeit das komplette HUD zu deaktivieren. Wer, auch in der Aussenperspektive, keine Lust auf Tempoanzeigen oder Minimap hat, kann diese deaktivieren. Dadurch kommt die Schönheit der Autos und von Australien noch mehr zur Geltung. Musikalisch wird ebenfalls viel geboten. Knapp 10 Radiostationen bieten alle Musikrichtungen an die man sich wünschen kann. Neben bekannten Stationen die auf EDM oder klassische Stücke setzen, gibt es erstmals auch eine Hip-Hop Station. Ebenfalls im Spiel selber integriert ist die Möglichkeit Microsofts Musik Streaming Service Groove Music zu nutzen. Dadurch kann man, wenn man Kunde des Services ist, seine eigenen Playlists im Spiel direkt abspielen ohne auf Soundeffekte verzichten zu müssen. Wer Groove Music ausprobieren will, der erhält mit Forza Horizon 3 eine 14-tägige Testversion die direkt im Spiel aktiviert werden kann und keinerlei Kreditkarte oder andere Haken benötigt.

Über den Autor

Projektleiter von Xbox-Schweiz.ch, dem neuen Schweizer Online-Magazin für alles rund um die Xbox. Begeisterter FPS-Spieler und enthusiatischer Erfolge-Jäger!

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